Verkürzter Silberkurs in Staufen

jmla silber19aWeil die großen Schulferien 2019 später als üblich begonnen haben, musste der Ablauf des AMV-Silberkurses in der BDB-Musikakademie in Staufen angepasst werden - er war kürzer als sonst, von Freitag- bis Sonntagnachmittag, 26. bis 29. Juli. Angetreten waren 31 Teilnehmer aus 15 Vereinen. Im Vorjahr waren es 50 gewesen. Da die Zahlen stets schwanken, ist an dem Rückgang kein Trend ablesbar. Mit einer Ausnahme meisterten alle Teilnehmer die theoretische und praktische Prüfung mit Erolg. Nur einer muss einen von insgesamt drei Prüfungsteilen nachholen.

Die verkürzte Zeit war anstrengend für die Teilnehmer. "Es blieb wenig Zeit, um sich kennenzulernen, und bei gleichem Pensum (Theorie, Rhythmik- und Gehörbildung, Praxis: Einzelspiel, Ensemble und Orchester) gab es weniger Pausen", bilanzierte Verbandsjugendleiter Thomas Schmid. "Moment for Morricone" von Ennio Morricone in einem Arrangement von Johan de Meij war eines der Orchesterstücke beim Abschlusskonzert. "Ein Stück, das Vereine normalerweise in wochenlanger Probenarbeit für ihr Jahreskonzert einstudieren, spielen wir nach drei Tagen", sagt Schmid dazu. Weitere Stücke waren "Happy" von Pharrel Williams und "You Can’t Stop The Beat" aus dem Musical "Haispray". 2020 wird der Kurs wieder wie gewohnt viertägig sein.

jmla silber19bLilly Müller (14), die seit fast sechs Jahren im Musikverein Wollbach Altsaxophon spielt, erlebte den Kurs als stressig. "Vor allem am Freitagabend war ich aufgelöst, weil eins nach dem anderen kam, ich nur eine Person kennengelernt hatte und die erste Orchesterprobe schlecht lief; der Leistungsdruck war auch immer ätzend", sagt sie. Aber es sei toll gewesen, so viele Jugendlichen im gleichen Alter, mit dem gleichen Hobby kennenzulernen. "Und das zusammengewürfelte Orchester war auch großartig, vor allem weil wir ein so tolles Konzert nach nur drei Tagen gespielt haben." Nachdem am Samstagnachmittag zwischen dem Einzelunterricht auch Freizeit war sowie die Teilnehmer üben und sich richtig kennenlernen konnten, sei es dann viel einfacher und entspannter geworden - trotz des hohen Leistungsdrucks. "Nach der Prüfung war sowieso alles nur noch schön; es war ein lehrreiches, schönes und vor allem unvergessliches Wochenende", bilanziert Lilly Müller. Nachdem sie ihre Punktzahl erfuhr, sei ihr ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Inspirierend fand sie die Art der Orchesterproben. Und ihre musikalischen Pläne? Erst einmal ins Aktivorchester des Musikvereins Wollbach gehen und bei einem Jahreskonzert mitspielen.