Die Trachtenkapelle Brandenberg hatte zu ihrem 100-Jährigen Bestehen zu einem Festakt am Freitag, den 17. Juli 2026 eingeladen. Mit diesem stimmungsvollen Festakt eröffnete die Trachtenkapelle Brandenberg ihr großes Jubiläumswochenende. Hundert Jahre Vereinsgeschichte, hundert Jahre Blasmusik, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement-all das wurde im wunderbar geschmückten Festzelt mit den Dorfbewohnern und vielen Gästen gebührend gefeiert. Lange hatten sich die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Brandenberg auf dieses historische Jübiläumsfest vorbereitet, ein anspruchsvolles Programm mit bekannten internationalen Musikgruppen organisiert und ein prächtig geschmücktes Festzelt aufgebaut und die Festwiese sogar mit einem edlen Holzdielenboden versehen. Nach all dem großen Einsatz der Mitglieder der Trachtenkapelle Brandenberg sowie den Dorfbewohnern begrüßte die 1. Vorsitzende Petra Walleser sichtlich gerührt die vielen Besucher und Ehrengäste zum Festakt am Freitagabend. Petra Walleser erinnerte in ihrem kurzen Rückblick auf die 100-jährige Geschichte des Vereins welcher im März 1926 durch Mitglieder eines Radsportvereins gegründet wurde. Sie steifte Höhepunkte und schwierige Jahre des Vereins. „Vieles hat sich in den 100 Jahren auch im Verein geändert, aber die Freude am gemeinsamen Musizieren, Kameradschaft und die Verbundenheit mit dem Ort und seinen Bewohnern ist geblieben“, betonte die sympathische Vorständin. Es ist sehr bemerkenswert: In den 100 Jahren seines Bestehens hatte der Verein lediglich fünf Dirigenten-eine wahrlich beeindruckende Kontinuität. Drei von ihnen waren anwesend und griffen beim Festakt sogar selbst noch zum Taktstock. So eröffnete der „Godfather“ der Trachtendkapelle Brandenberg, der 90-jährige Willy Beckert, mit dem Konzertmarsch „Larida“ den musikalischen Teil des Abends und bekam rauschenden Beifall. Später dirigierte Kurt Wagner, der die Trachtenkapelle 33 Jahre lang als Dirigent prägte und ihr bis heute als aktiver Musiker verbunden ist, seinen eigens zum Jubiläum komponierten „Jubiläumsmarsch“ der genauso mit Beifall belohnt wurde. Zum emotionalen Höhepunkt des Abends wurde dann die Verleihung der Pro-Musica-Plakette durch Landrätin Marion Dammann. Die vom Bundespräsidenten gestiftete Auszeichnung gilt als die höchste staatliche Ehrung für instrumentale Amateurmusik in Deutschland und wird an Vereine verliehen, die mindestens auf ein Jahrhundert aktives musikalisches Wirken zurückblicken können. Mit spürbarem Stolz nahm Petra Walleser die Plakette entgegen-und auch ein Präsent des Landkreises, das Landrätin Marion Dammann trotz Haushaltssperre abzweigen konnte. Danach gab es Applaus von allen Seiten. Bürgermeister Oliver Fiedel überbrachte die Glückwünsche der Stadt Todtnau, dankte den zahlreichen Verantwortlichen für ihren unermüdlichen Einsatz und unterstrich mit warmen Gratulationsworten die Bedeutung des Vereins für das kulturelle Leben in Todtnau und im gesamten Oberen Wiesental. Auch der Präsident des Alemannischen Musikverbandes, Peter Hässler, ließ es sich nicht nehmen, der Trachtenkapelle persönlich zu ihrem stolzen Jubiläum zu gratulieren mit einer Ehrengabe. Mit dem dritten Musikstück durfte anschließend Vizedirigent Marius Wagner das von ihm komponierte Werk „Mons Argentum“ zum ersten Mal dem Publikum vorstellen welches mit donnerten Applaus belohnt wurde. Für sicherlich eine der schönsten Überraschungen des Abends sorgte der örtliche „Geheimbund FFTB 100“, eine lose Brandenberger Formation zur Unterstützung des Vereins und speziell des Jubiläums. Mit einem Augenzwinkern erklärte der Sprecher der Gruppe, Willy Beckert, das Entstehen und die Beweggründe der Gruppe und überreichte einen Scheck über 5.000 Euro zur Deckung der Kosten des Jubiläums und für die Jugendarbeit des Vereins- eine großzügige Geste, die im Festzelt für spontanen Jubel sorgte und dem Verein finanziellen Rückenwind für kommende Projekte gibt. Zum Abschluss setzte die Trachtenkapelle unter ihrem aktuellen Dirigenten Axel Friedrich mit dem Stück „Füreinander da“ noch einmal einen würdigen musikalischen Schlusspunkt des Festaktes, ehe Vorständin Petra Walleser mit einigen kräftigen Schlägen das Festbierfass anstach und zu einem musikalischen Höhepunkt des dreitägigen Jubiläumsfests überleitete, dem Auftritt des bekannten Vorarlberger Blasmusik-Sextett „Bradl Berg Musig“. Die junge Band aus vier Bläsern und der rhythmischen Begleitung einer diakonischen Harmonika und einer Gitarre begeisterte mit fetziger alpenländischer Tanzmusik dann noch lange in den Abend hinein Jung und Alt im Brandenberger Festzelt. Erkenntnis des Abends: dieses Jubiläum ist für die Brandenberger weit mehr als ein rundes Datum. Es ist die Geschichte von Generationen, die sich über hundert Jahre hinweg der Musik und der Gemeinschaft verschrieben haben. Der Festakt am Freitag bildete damit einen würdigen und emotionalen Auftakt zum dreitägigen Jubiläumsfest der Trachtenkapelle Brandenberg.



